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Susanne Weidert-Horn
Naturparkführerin Susanne Weidert-Horn. ©Naturpark Taunus

Wer mit der Familie, mit Freunden oder Kollegen eine unvergessliche Tour durch den Taunus erleben möchte, sollte sich an den Naturpark Taunus wenden. Dort gibt es 25 Naturparkführer, die spannende Erlebniswanderungen und interessante Führungen anbieten.

Alle Naturparkführer wohnen im oder am Taunus, verfügen über besondere Ortskenntnisse und haben eine entsprechende Ausbildung mit Abschlussprüfung gemacht. Darüber und über einige andere Dinge sprach Taunuswelten mit Susanne Weidert-Horn, Mitarbeiterin im Naturpark Taunus und langjährige Naturparkführerin.

Welche Voraussetzungen muss man als Naturparkführer mitbringen?

Susanne Weidert-Horn: Die Wichtigste Voraussetzung für Naturparkführer ist die Freude an der Natur. Auch sollte er einen guten Umgang mit Menschen haben. Und in unserem Falle sollte er sich für den Taunus begeistern können.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Naturparkführer bzw. zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer und welche Themen werden behandelt?

Susanne Weidert-Horn: Ein zertifizierter Naturparkführer erhält eine intensive Schulung. Dafür müssen sich Interessenten zwei Wochenenden sowie eine komplette Woche Zeit nehmen. In Workshops und Seminaren werden Themen wie Ökologie, Natur sowie Kultur und Geschichte der jeweiligen Region behandelt. Zudem geht es auch um logistische Themen wie Organisation, Rhetorik oder Präsentation.

Gibt es bei den Führungen Mindest- und Höchstteilnehmerzahlen?

Susanne Weidert-Horn: Das kann man nicht so genau sagen, die Teilnehmerzahl hängt von der Veranstaltung ab, davon, ob man allein oder mit Kollegen unterwegs ist, ob es eine lange oder eine kurze Tour ist etc.

Gibt es auch fremdsprachige Führungen?

Susanne Weidert-Horn: Im Naturpark Taunus bieten wir auch Führungen in Englisch an. Wir bemühen uns derzeit auch weitere Sprachen ins Programm aufzunehmen. Dazu benötigen wir Naturparkführer, die eine andere Sprache so sicher beherrschen, dass sie darin auch Führungen anbieten können.

Kann eine Person auch von einer Wanderung ausgeschlossen werden, weil diese nach Ihrer Erfahrung und Einschätzung vor Ort die gewählte Wanderung körperlich nicht schaffen würde? Wird so etwas schon bei der Buchung abgeklärt? Kam das bei Ihnen schon einmal vor?

Susanne Weidert-Horn: Wir geben bei der Beschreibung unserer Wanderungen immer an, wie lange die jeweilige Tour ist und welchen Schwierigkeitsgrad diese hat. Die meisten Wanderer können sich da schon ganz gut einschätzen und wissen, was sie sich zumuten können und was nicht. Bei längeren Wanderungen wie der 24-Stunden-Wanderung, bei der wir 24 Stunden lang auch in der Nacht an die 60 Kilometer laufen, kann es schon einmal sein, dass sich jemand übernimmt. Dafür haben wir aber auch einen Service eingerichtet, so dass Teilnehmer, die früher abbrechen müssen, zu ihren Autos gefahren werden.

Was sind für Sie die absoluten „Highlights“ im Taunus?

Susanne Weidert-Horn: Die Highlights im Veranstaltungskalender des Naturpark Taunus sind zahlreich. Wir haben beispielsweise kulinarische Wanderungen im Angebot, bei denen unter einem bestimmten Thema gewandert und zwischendurch gemeinsam ein entsprechendes Menü eingenommen wird. Auch die 24-Stunden-Wanderung ist immer ein besonderes Erlebnis für die Teilnehmer und auch sehr früh ausgebucht. Und auch die Wochenendwanderung mit Übernachtung, die wir in diesem Jahr erstmals angeboten haben, kam sehr gut an. Es gibt noch viele Highlights in unserem Veranstaltungskalender, vor allem lassen wir uns jedes Jahr andere thematische Wanderungen einfallen. Meine persönlichen Favoriten im Taunus sind der Hünerberg und Altkönig.

Begegnet man Wandergruppen im Taunus, so bestehen diese meist aus älteren Personen. Manchmal sind auch junge Familien mit Kindern dabei. Die Altersgruppe der Dreizehn- bis Zwanzigjährigen ist kaum vertreten. Es sei denn, dass es sich um eine Schulveranstaltung oder um eine Gruppe Studierender handelt. Wie kann man Teenager in die Natur des Taunus bringen?

Susanne Weidert-Horn: Diese Zielgruppe versuchen wir durch Sonderveranstaltungen wie einem Familienwandertag oder auch speziellen Angeboten zu locken. Da arbeiten wir derzeit dran.

Taunuswelten dankt Susanne Weidert-Horn für die informativen Antworten und wünscht ihr auch weiterhin tolle Touren im Taunus.