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Bienen
Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“. ©Stadt Hofheim am Taunus

Umweltministerin Priska Hinz hat im März 2017 gemeinsam mit dem Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, die Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ gestartet.

Die Stadt Hofheim macht mit und ruft Bürgerinnen und Bürger auf, sich ebenfalls aktiv an diesem wichtigen Projekt zu beteiligen. „Wir zeigen, dass mit geringem Aufwand viel Gutes erreicht werden kann – letztlich im eigenen Interesse. Denn eine Welt ohne Bienen und andere Insekten hätte auch für uns Menschen dramatische Folgen“, sagte der ehemalige Stadtrat Wolfgang Winckler.

Beispiele für bienenfreundliche Projekte der Stadt Hofheim werden künftig auch durch die Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ auf der Internetseite https://bienen.hessen.de/de/ präsentiert. Interessierte Bürger können sich für nähere Informationen zu bienenfreundlichen Gärten mit dem Team Umwelt und Natur im Rathaus in Verbindung setzen. Ansprechpartner ist Michael Lang unter +49 (0)6192-202-439.

Bienenfreundlich ist die Hofheimer Stadtverwaltung schon seit einiger Zeit: Nun schon im siebten Jahr summen zwei Bienenvölker mit rund 80.000 Tieren auf dem Dach des Rathauses, fliegen eifrig aus und sammeln den Stoff, aus dem leckerer Honig wird. Im vergangenen Sommer sammelten die drei Bienenvölker 144 Kilogramm, also rund 48 Kilogramm pro Volk. Ein Rekord. Bei Edeka Buch im Chinon Center gibt es den Honig zu kaufen. Eine echte Rarität.

Die Idee zu dem „Stadthonig“ kam ursprünglich von Knut Maurivé als er auf dem Dach des Chinon Centers stand und den grünen Kapellenberg sah. In Imker Hubertus Fischer aus Wildsachsen fand er spontan einen Bruder im Geiste. Der Standort sollte ursprünglich auf dem Chinon Center Dach sein, aber durch die Installationsarbeiten an der Lüftung der Gastronomieeinheit hätten die Bienen nicht ungestört sammeln können. Auf dem Rathausdach fand sich ein idealer Platz. Fischer besucht seitdem im Sommer jeden Samstag seine Bienen und schaut nach, wie es ihnen geht.

Bienen fühlen sich in der Stadt wohler als auf dem Land, zumindest wenn sie so grün wie Hofheim ist. Was den Laien erstaunt, kann der Imker ganz einfach erklären: Bienen sind stets auf der Suche nach Futter und das finden sie auf dem Land, bei zunehmender Monokultur, manchmal nur nach langem Flug. „Wenn zum Beispiel der Raps verblüht ist, dann gibt es für die Bienen im weiten Umkreis nichts mehr zu holen. In der Stadt ist das anders: Dort wachsen eine Vielzahl verschiedener Bäume wie Ahorn, Linden, Robinien, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen“, erläutert Fischer. Wenn, wie in Hofheim, Parks und der Wald nahe liegen, dann ist der Tisch über Monate reich gedeckt. Noch einen Vorteil hat das Stadtleben: Dort werden die Pflanzen weitaus weniger oder gar nicht gespritzt.

Quelle: Hofheim am Taunus