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Köhler
Der Köhler. ©Freilichtmuseum Hessenpark

Am 10. Juni feiert das Freilichtmuseum die 55. Öffnung des Kohlenmeilers. Die Köhlerei war früher ein weitverbreitetes Handwerk. Die Kohlenbrenner lebten meist in einfachen Hütten mitten im Wald und hatten eine schwere Arbeit zu verrichten, die Geduld und Sorgfalt erforderte. Die Kohle stellten sie in einem Meiler her. Um diesen zu errichten, wurden Holzscheite kegelförmig aufgestellt und mit einem Gemisch aus Kohlenstaub und Walderde abgedeckt. Nach dem Anzünden des Meilers durfte das Feuer im Inneren nur so viel Luft bekommen, dass es schwelte und nicht brannte. In den folgenden zwei Wochen stach der Köhler immer wieder Löcher in den Erdmantel. Durch die Anzahl und die Lage dieser Löcher konnte er die Verschwelung steuern.

Anlässlich der 55. Öffnung des Kohlenmeilers dreht sich im Freilichtmuseum Hessenpark am 10. Juni alles um die Holzkohle und ihre Verwendung. Am Meilerplatz können große und kleine Museumsbesucher das Öffnen des Kohlenmeilers, das Ausräumen der Kohle und Vorführungen der Eisenverhüttung im „Rennofen“ erleben. Außerdem stehen verschiedene Mitmachaktionen, wie das Zeichnen mit Kohle, Feuer machen oder Waschen mit Asche auf dem Programm. Kinder haben zudem die Möglichkeit, dem Schmied bei seiner Arbeit zur Hand zu gehen. Handwerksvorführungen gibt es am Sonntag beim Korbflechter, beim Drechsler, bei der historischen Hausfrau und beim Schmieden im Hammerwerk.

Um 15 Uhr findet eine öffentliche Führung zum Hartig-Walderlebnispfad statt. Im Rahmen dieses Rundgangs können Kinder und Erwachsene die verschiedenen Holz- und Tierarten sowie die Geschichte unserer heimischen Wälder mit allen Sinnen kennenlernen.

Die Führung ist im Museumseintritt inklusive, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist hinter dem Eingangsgebäude.

Quelle: Freilichtmuseum Hessenpark