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Information von Hessen Forst und der Stadt Hofheim
Information von Hessen Forst und der Stadt Hofheim am Kapellenberg. ©Stadt Hofheim

Regelmäßig hier und da ein Häppchen zu viel, das macht auf Dauer dick und ist nicht nur für Menschen ungesund, sondern auch für Tiere. Am beliebten Wildgehege am Kapellenberg weisen Hessen Forst und die Stadt Hofheim daher künftig die Besucherinnen und Besucher darauf hin, dass ihre gut gemeinten Futter-Mitbringsel besonders den Wildschweinen nicht wirklich gut tun.

In der freien Natur ernähren sich die Wildschweine von Eicheln, Bucheckern, Feldfrüchten, Würmern, Aas und allem, was sie in Feld und Wald finden. Im Gehege werden die drei Schweine einmal täglich mit Mais und Getreide gefüttert. Das Damwild – drei weibliche Tiere und ein Hirsch – hat immer unbegrenzt Heu zur Verfügung. „Eigentlich haben die Tiere also keinen Hunger“, erklärte Revierförster Karlheinz Kollmannsberger von Hessen Forst bei der Vorstellung des neuen Schildes. „Eigentlich – aber wenn Ausflügler in guter Absicht etwas Leckeres über den Zaun werfen, fressen die Wildschweine es eben doch und setzen auf Dauer Fett an. Das ist sehr ungesund für die Tiere.“ Das Damwild ist in dieser Beziehung wählerischer und frisst nicht alles, was im Gehege landet. Zu viel Brot oder zu viele Kastanien können aber auch diese Tiere zu fett machen.

Unter der Woche füttern die Forstwirte, am Wochenende und an Feiertagen übernehmen dies Freiwillige des 2015 gegründeten Vereins Wildpark-Retter. Deren gemeinsames Problem: Sie wissen nicht, wie viel Futter die Schweine eventuell schon von den Besuchern bekommen haben und können daher nicht kalkulieren, welche Menge sie noch ausgeben müssen. Das andere Problem: Bleibt Futter im Gehege liegen, wird Ungeziefer angelockt und ein großer Teil des Futters verschimmelt.

Kollmannsberger appelliert daher an die Besucherinnen und Besucher, die Tiere nicht zu füttern. Wer die Wildschweine anlocken möchte, um sie aus der Nähe zu betrachten, kann ihnen ausnahmsweise Maiskolben, Kartoffeln oder Nüsse ins Gehege werfen. „Aber bitte nur in sehr geringen Mengen“, so der Revierförster.

Futterspenden sind allerdings willkommen. Wer größere Mengen an Nüssen, Äpfeln oder Brot übrig hat, kann diese gerne oberhalb der Revierförsterei abstellen. Die Spenden werden dann für die tägliche Fütterung verwendet und ersetzen entsprechend Teile der Hauptmahlzeit.

Quelle: Stadt Hofheim am Taunus