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Wandern
Wenn es um das gemeinsame Wandern im Taunus, um heimatkundliche und naturkundliche Exkursionen oder die Unterhaltung von Wanderwegen und deren Markierungen geht, ist der Taunusklub e.V. sicherlich die erste Adresse als Ansprechpartner. ©Alexander Stahr

Wenn es um das gemeinsame Wandern im Taunus, um heimatkundliche und naturkundliche Exkursionen oder die Unterhaltung von Wanderwegen und deren Markierungen geht, ist der Taunusklub e.V. sicherlich die erste Adresse als Ansprechpartner. Dabei handelt es sich um einen Verband von 26 rechtlich selbstständigen Wandervereinen mit insgesamt rund 3.000 Mitgliedern. Der Taunusklub hat im Taunus ein 2.700 Kilometer langes Wegenetz mit Markierungen versehen und betreibt fünf Wanderheime. Er setzt sich für die Erhaltung der Natur, von Vogelschutzgehölzen und Biotopen ein, übernimmt Bachpatenschaften und überwacht Naturdenkmale. Der Stammverein wurde am 5. Januar 1868 auf dem Gipfel des Großen Feldbergs durch 58 namhafte Bürger der Stadt Frankfurt am Main gegründet.

Friedrich August Ravenstein
Erster Vorsitzender des Taunusklubs war der Frankfurter Kartograf, Topograf, Verleger und Buchhändler Friedrich August Ravenstein (1809-1881). ©Gemeinfrei

Erster Vorsitzender des Taunusklubs war der Frankfurter Kartograf, Topograf, Verleger und Buchhändler Friedrich August Ravenstein (1809-1881). Der Taunusklub markierte noch im 19. Jahrhundert die bestehenden Wege im Gebiet des Großen Feldbergs. Über 300 Wegweiser zeigten der immer größer werdenden Anzahl an Wanderern den Weg zu den schönsten Aussichtspunkten des Taunus. Das Wanderwegenetz wurde stetig erweitert und erstmals mit einem Farbwegweisesystem ausgestattet. Erste Wanderkarten wurden herausgegeben. Auch Schutzhütten und Aussichtstürme entstanden unter der Regie des Taunusklubs.

Eines der Gründerziele des Taunusklubs war auch die Verbesserung des Wohlstandes im Taunus durch die Sammlung von Spenden, da in vielen Dörfern des Mittelgebirges bittere Armut herrschte. Zudem trug der Klub zur besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Taunus bei. Auch für Sachspenden in Form von Brot und Kartoffeln sorgte der Verein in Notzeiten.

Im Jahr 1902 wurde vom Verein ein Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg eingeweiht, der 1943 durch Absturz eines deutschen Jagdfliegers zerstört wurde. 1949 wurde der Aussichtsturm mit einer Antenne des Hessischen Rundfunks wieder errichtet. 1983 erhielt der Gesamt-Taunusklub e.V. für langjährige Bemühungen um die Pflege und Förderung des Wanderns die vom damaligen Bundespräsidenten Carl Carstens gestiftete Eichendorff-Plakette. Seit 2006 hat der Taunusklub eine langersehnte neue Heimat im Freilichtmuseum Hessenpark bei Neu-Anspach im Taunus-Haus, eine frühere Hofreite. Als Museum präsentiert es die traditionsreiche Geschichte des Taunusklubs. Weitere Informationen zum Taunusklub finden Sie auf der Internetseite des Taunusklubs.