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Weißstörche
Weißstörche. ©Alexander Stahr

Es ist Zeit für einen Jahresrückblick 2017, in der so manche Ereignisse noch einmal in das Gedächtnis zurückgerufen werden. So ist es bereits neun Monate her, dass Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Uwe Kraft sich über einen seit vielen Jahren erstmals wieder zu beobachtenden, sesshaft gewordenen Weißstorch erfreuen konnte. Doch was ist aus dem Storch geworden, waren seine Bemühungen erfolgreich, stellte sich gegebenenfalls sogar nach Jahrzehnten erstmals wieder Nachwuchs im Hochtaunuskreis ein?

Das Warten des Neu-Anspacher Weißstorches hat sich gelohnt. Seit vielen Jahren hat sich erstmalig wieder ein Storchenpärchen zusammengefunden. Bereits wenige Tage nach unserem ersten Bericht hatte sich ein weibliches Tier im Horst eingefunden hat und es konnte sogar eine erfolgreiche Brut stattfinden.

„Unser Ciconia ciconia, wie der Vogel des Jahres 1984 und 1994 zoologisch bezeichnet wird, hat anscheinend alles richtig gemacht“, sagte Uwe Kraft. Zunächst wurde das bereits seit vielen Jahren ungenutzte Nest repariert, dann bewies er ausreichende Geduld um auf ein Weibchen zu warten und schließlich verstand er es auch mit seinem Paarungsspiel zu überzeugen. In den folgenden Wochen konzentrierten sich die Aktivitäten der beiden Störche vollständig auf das Brutgeschehen. Abwechselnd waren die Elterntiere überwiegend damit beschäftigt das Gelege in entsprechender Weise zu umsorgen. Lohn dieser Bemühungen waren vier geschlüpfte Jungtiere. Die Nahrungssuche führte die Störche auch bis auf die Felder und Wiesen von Usingen oder Wehrheim. Trotz aller Bemühungen, verstarben leider im Verlauf der Aufzucht zwei der Jungvögel, was für Weißstörche nicht ungewöhnlich ist und einer üblichen Aufzuchtrate entspricht.

Die beiden übrigen kleinen Störche wuchsen in rasanter Weise heran und waren schon bald nur noch aufgrund ihrer dunklen Beine und Schnäbel von den Alttieren zu unterscheiden. Bei den ersten gemeinsamen Ausflügen mit den Elterntieren, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit immer intensiver auf die Nahrungssuche. Mit zunehmender Übung entfernten sich die Tiere dann immer weiter vom Horst, auf welchen sie jedoch stets zur Nachtruhe zurückkehrten. Zurückblickend lässt sich unser Storchenjahr als Erfolg bezeichnen. „Die Störche waren durchaus ein echter „Hingucker“ und gehörten schnell zum alltäglichen aber durchaus immer noch besonderen Anblick“, so Umweltdezernent Uwe Kraft.

Als sich die Störche im Herbst auf die Reise in die Winterquartiere verabschiedeten, fehlte etwas in Neu-Anspachers Gemarkung. Es bleibt zu hoffen, dass die Störche im kommenden Jahr wieder kommen!

Quelle: Hochtaunuskreis