Garten
Schnittarbeiten in Gärten und Grünanlagen bergen ein hohes Risiko, Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von Tieren zu beeinträchtigen. ©Alexander Stahr

Information der Unteren Naturschutzbehörde des Rheingau-Taunus-Kreises: Hohes Risiko, Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von Vögeln oder Fledermäusen bei Schnittmaßnahmen zu beeinträchtigen. Die Naturschutzbehörde des Rheingau-Taunus-Kreises wiederholt ihren üblichen jahreszeitlichen Hinweis: Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundstücken stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Diese Regelung zielt insbesondere auf Verkehrssicherung und Heckenpflege im Außenbereich, wo beispielsweise Kommunen, die Straßenbauverwaltung, Stromversorger/Netzbetreiber oder deren Beauftragte tätig werden. Solche planbaren Maßnahmen sind also bundeseinheitlich auf die Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar befristet.

Die Naturschutzbehörde veröffentlicht diese Hinweise jeweils rechtzeitig vor dem Ende der Frist, damit Planungen daran ausgerichtet werden und es nicht zu Verstößen durch falsche Terminierung kommt.

Außerhalb der Frist von Oktober bis Februar besteht ein hohes Risiko, besonders geschützte Arten, etwa Vögel, Fledermäuse und deren Fortpflanzungs- oder Ruhestätten, bei Schnittmaßnahmen zu beeinträchtigen. Um solche Konflikte mit dem Artenschutz zu vermeiden, rät die Naturschutzbehörde allen Verantwortlichen, die Schnittfrist auch an Stellen einzuhalten, wo sie nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist. Denn die Regeln des Artenschutzes sind nicht abhängig von der jeweiligen Lage im Außen- oder Innenbereich, sondern sie gelten überall.

Quelle: Rheingau-Taunus-Kreis