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Rückepferd
Rückepferd im Einsatz. ©Alexander Stahr

Seit Ende Oktober läuft der Holzeinschlag im Hofheimer Stadtwald. Alle Maßnahmen sind Teil des genehmigten Wirtschaftsplanes 2017/18 und sind FSC-konform. Überall dort, wo Maschine, Pferd und Mensch im Ernteeinsatz sind, werden die Waldwege vorübergehend gesperrt. Die Waldbesucher werden ausdrücklich darum gebeten, sich an die Absperrungen zu halten, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Durch fallende Bäume und Äste besteht in den gesperrten Waldabschnitten Lebensgefahr. Zudem ist dort mit Verschmutzungen zu rechnen, welche allerdings nach den Arbeiten wieder vollständig beseitigt werden. Außerdem weist Revierförster Karlheinz Kollmannsberger drauf hin, dass es laut Waldgesetz unter Bußgeld verboten ist, im Wald mit Kraftfahrzeugen zu fahren.

Wegen des trockenen Sommers fällt das Laub in diesem Jahr sehr spät, so dass auch eine motormanuelle Holzernte erst ab jetzt möglich ist. Erfahrungen vergangener Winter haben gezeigt, dass durch einen frühzeitigen Beginn der Forstarbeiten der trockene Herbst und Frühwinter ausgenutzt werden können. Das teilweise noch an den Bäumen befindliche Laub stört dabei nicht.

Für den Einsatz werden sogenannte Hiebsbereiche – also Einsatz-Schwerpunkte – im Stadtwald gebildet. Dies ist in diesem Jahr vor allem der Kapellenberg. Dort wie an anderen Stellen werden zum Beispiel Buchen gefällt, welche die Lichtbaumart Eiche bedrängen, mit dem Ziel den Eichenkronen Raum zum Wachsen zu geben. Ebenso werden Bäume gefällt, welche den Zieldurchmesser erreicht haben. Aus jenen (Buchen, Fichten, Kiefern, Lärchen) wird neben Bauholz für Dachstühle, Bretter und Balken auch Holz für Möbel, Parkette, Terrassendielen und Papierherstellung sowie Brennholz gewonnen. Das Ernten der alten Bäume schafft zudem Platz für nachfolgende Generationen, die mehr Licht und Lebensraum erhalten.

Quelle: Stadt Hofheim am Taunus