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Wildschwein
Bei Begegnungen mit Wildschweinen, die ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen, sollten Sie vorsichtig sein. ©Alexander Stahr

Wer auf Waldwegen im Taunus wandert, wird nur sehr selten einem größeren Wildtier begegnen. Doch manche Tiere des Waldes haben immer weniger Scheu vor dem Menschen. So kam es, dass sich Wildschweine im Rathausgarten von Kronberg tummelten. Auch viele private Hausgärten im Taunus werden immer häufiger vom Schwarzwild heimgesucht, mit zum Teil verheerenden Folgen. Aber wie verhält man sich, wenn es auf einer Wanderung doch einmal zu einer seltenen Begegnung mit einem Wildschwein kommt? In der Regel wird sich das Tier beim Anblick eines Menschen davon machen.

Bache mit Frischlingen
Bache mit Frischlingen. ©Gemeinfrei

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich das Tier merkwürdig verhält oder am Wegesrand liegt. In diesen Fällen kann das Wildschwein angeschossen oder angefahren sein und sehr aggressiv reagieren. Das kann gefährlich werden, allein schon wegen der Masse der Tiere. Die Zähne können lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Insbesondere die von ausgewachsenen Keilern. Bei derartigen Begegnungen sollte man ruhig den Rückzug antreten und umgehend die Polizei oder die zuständige Stadtverwaltung informieren, rät Revierleiter Hartmut Schneider von der Revierförsterei Taunusstein. Im Mobilfunk-Zeitalter ist das für die meisten Wanderer wahrscheinlich kein Problem. Auf gar keinen Fall auf ein Tier zugehen oder es gar anfassen, wenn es merkwürdige Verhaltensweisen zeigt. Das gilt auch für andere Tiere des Waldes. Förster Schneider empfiehlt Personen, die oft im Wald unterwegs sind, die Telefonnummern vom zuständigen Forstamt und vom Jagdpächter im Mobiltelefon zu speichern.

Aggressiv können auch weibliche Wildschweine, die Bachen, mit Frischlingen werden. Auch hier dürften Begegnungen auf dem Wander- oder Waldweg eher selten sein. Sollte doch einmal eine Rotte Wildschweine aus Bachen, Frischlingen und Überläufern Ihren Weg queren, heißt es Abstand halten und vorüberziehen lassen. Ein Hund sollte im Wald angeleint sein. Läuft ein Hund frei, kann es bei einer derartigen Begegnung zur Katastrophe kommen. Denn bei einer Begegnung von Hund und Wildschwein zieht der Hund immer den „Kürzeren“. Informationen vom Forst und Ansprechpartner finden Sie bei Hessen-Forst und bei Landesforsten Rheinland-Pfalz.