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Äskulapnatter
Die Äskulapnatter ist auch im Bad Schwalbacher Kurpark zu Hause. ©Staatsbad Schlangenbad GmbH

Sie ist bis zu zwei Meter lang, hat eine olivfarbene Haut und einen blass gelblichen bis grünlichen Bauch: Die Äskulapnatter. Am Sonntag, 26. Mai und am Sonntag, 23. Juni, können Interessierte die Schlange bei einer Führung mit Thomas Wenzel im Kurpark Bad Schwalbach kennenlernen. Los geht es jeweils um 11 Uhr, Treffpunkt ist am Weinbrunnen in der Brunnenstraße 24. Die Führung gibt Einblick in die Lebensweise der Schlange, die zu den größten Schlangenarten Europas gehört. Die einheimische Äskulapnatter ist harmlos, ungiftig, vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Die Führung ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu empfehlen. Erwachsene zahlen 8 Euro an Teilnehmerbeitrag, Kinder von 5 bis 15 Jahren und Kurkarteninhaber 4 Euro. Veranstalter der Führung ist der städtische Eigenbetrieb Staatsbad. Parkmöglichkeiten gibt es am Stahlbadehausparkplatz.

Quelle: Magistrat der Stadt Bad Schwalbach

Der Schlangenpfad bei Frauenstein

Der Schlangenpfad durch das Schlangenbiotop bei Wiesbaden-Frauenstein beginnt am Frauensteiner Friedhof. An dem etwa zwei Kilometer langen Rundweg stehen acht Tafeln, die ausführlich über die ungiftige und harmlose Äskulapnatter, ihren Lebensraum und das Artenschutzprojekt informieren. Außer im Bereich Wiesbaden Rheingau-Taunus kommt sie in Deutschland nur bei Passau, im südlichen Odenwald und im südlichen Schwarzwald vor. Ihre Nahrung, die sie überwiegend tagaktiv jagt, besteht aus Mäusen, Jungvögeln und kleinen Ratten. Die Äskulapnatter steht in Deutschland auf der Roten Liste und gilt als vom Aussterben bedroht.

Die Schlange lebt in lichten Laubwäldern, am Waldrand, in Wiesen und Gebüschen. Sie wurde aber auch schon in Wohngebieten gesichtet. Im Rheingau gibt es etwa 500 bis 700 ausgewachsene Exemplare. Das Weibchen legt im Juni und Juli etwa zehn Eier. Davon schlüpfen fünf bis sechs Jungtiere. Die anderen Eier werden von Amseln, Igeln und Wildschweinen gefressen oder sie sterben ab. Von den übrigen Nachkommen werden ungefähr vier gefressen, so dass von einem Gelege oft nur eine Äskulapnatter überlebt. Viele Äskulapnattern werden von Autos überfahren. Wenn die Schlange eine Gefahr wittert, duckt sie sich in der Regel, damit sie möglichst nicht gesehen wird. Gelegentlich stellt sie sich auch tot. Sie flieht selten. Das erklärt auch, warum Äskulapnattern auch von Rasenmähern verletzt werden.

Zum Schlangenpfad bei Frauenstein