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Teilnehmer
Die Teilnehmer des Lehrgangs. ©Naturpark Rhein-Taunus

Weite Wälder, saftige Wiesen und duftender Wein in den Tälern von Rhein, Aar und Wisper prägen den Naturpark Rhein-Taunus – geadelt durch zwei UNESCO-Welterbestätten, das „Obere Mittelrheintal“ und den „Obergermanisch Raetischen Limes“.

Sowohl die naturnahe Erholung als auch Umweltbildung im Kultur- und Naturraum der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Rheingau-Taunus-Kreises zu fördern und zu entwickeln, ist seit vielen Jahren Aufgabe des kommunalen Zweckverbands und Bestandteil des neuen Naturparkplans, der mit einem weiteren Schritt jetzt in die Umsetzung geht. Um den vielfältigen Ansprüchen der Regionen Rheingau und Taunus gerecht zu werden, und gleichzeitig Besuchern – Einheimischen wie Touristen – interessante Naturerlebnisse zu ermöglichen oder ein qualifiziertes Exkursionsprogramm anbieten zu können, sollen zukünftig zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/-innen eingesetzt werden.

Aus diesem Grund startete der Naturpark Rhein-Taunus Ende Juni in Kooperation mit der Naturschutz-Akademie Hessen (NAH) einen 70 stündigen Lehrgang zum/zur „Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/-in für den Naturpark Rhein-Taunus“ (ZNL).

Am ersten Wochenende standen bereits spannende Themen zu Naturvermittlung und Kommunikation an verschiedenen Stationen am Römerturm Orlen, in Heidenrod-Kemel, Steinfischbach und der Naturschutz-Infozentrum „Feldscheune“ in Reichenbach auf dem Programm. Die Umweltdezernentin des Rheingau-Taunus-Kreises und Vorstandsmitglied des Naturparks Rhein-Taunus Heidrun Orth-Krollmann und der Bürgermeister der Gemeinde Heidenrod Volker Diefenbach begrüßten die Teilnehmer in Kemel als wichtige zukünftige Botschafter der Region und würdigten das hohe ehrenamtliche Engagement sich für einen solch zeitintensiven Lehrgang zu entscheiden, „dies zeige das besondere Interesse an der Vermittlung unserer vielfältigen und besonderen heimatlichen Schätze“ so Diefenbach.

Die 22 Teilnehmenden stammen aus dem gesamten Naturparkgebiet. Ihnen wird im weiteren Lehrgang das theoretische und praktische „Handwerkszeug“ vermittelt, um Informationen und Erlebnisse kundig, engagiert und vielseitig zu gestalten und gleichzeitig den Schutz der Region Rhein-Taunus zu bewahren. Dazu werden naturkundliche und andere fachliche Grundlagen ebenso vermittelt, wie Aspekte der Kommunikation, Methodik und Naturpädagogik. Die Fortbildung ist sehr praxisorientiert angelegt und besteht aus einer Mischung aus „drinnen und draußen“, aus Vorträgen, Exkursionen, Gruppen- und Projektarbeit.

Das auf Bundesebene entwickelte Lehrgangskonzept zum ZNL wird von Bernhard Neugirg (NAH) und der Lehrgangsleiterin Kerstin Sauermann auf die Rhein-Taunus-Region regional angepasst. Die hohe Qualität der Fortbildung ist durch diesen bundesweit einheitlichen Standard gewährleistet und schließt mit einer dreiteiligen Prüfung ab. Am Ende wird jeder Teilnehmer mit einer eigenen Führung in die Praxis starten. Unterstützt wird dieser Lehrgang mit Mitteln aus der Europäischen LEADER-Förderung der beiden LEADER-Gruppen in Rheingau und Taunus.

Quelle: Naturpark Rhein-Taunus