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Die Kartengrundlage. ©Gemeinfrei, openstreetmap.de

Hin und wieder kommt es vor, dass man bei einer Wanderung im Wald an eine Weggabel kommt und rätselt, wo es den auf der Route weitergeht. Die Navigations-App auf dem Mobiltelefon funktioniert nicht, da kein Empfang. Da hilft nur die Offline-Version – wenn man sie vor der Wanderung heruntergeladen hat – oder die gute alte Wanderkarte aus Papier. Idealerweise ist die im Maßstab 1:25.000.

Das hessische Landesvermessungsamt hat solche Karten bis vor etwa zwei Jahren herausgegeben, aber aus Kostengründen und wegen veralteter Daten den Druck eingestellt. Die Kompass-Wanderkarten Östlicher und Westlicher Taunus sind im Maßstab 1:50.000 und damit eigentlich zu klein, da für Wanderer auch Details auf der Karte von Bedeutung sein können.

Nun erstellt seit kurzem die Firma NaturNavi GmbH in Stuttgart Ersatzkarten für vergriffene amtliche Kartenwerke auf Basis der offenen Datenquelle „Open-StreetMap“. Nach dem Bodenseeraum und dem Raum Stuttgart wurde der Taunus ins Visier genommen. Die Kartenblätter „Hochtaunus“ und „Vordertaunus“ sind in einer Auflage von 2000 schon im Buchhandel und im Taunus-informationszentrum an der Hohemark (Oberursel) erhältlich. Die Karten sind faserverstärkt und imprägniert, so dass sie auch etwas Feuchtigkeit vertragen.

Die Wanderwege des Taunusklubs sind in der Karte mit Längenangaben versehen. Auch die der Radwege. Mit dem Ortsschnellsuch-Register kann man auch abgelegene Standorte leicht berechnen. Die Daten können in das Mobiltelefon eingespeist werden. Bis zum Ende des Jahres sollen sämtliche neun Karten vom Taunus lieferbar sein.