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Broschüren mit Informationen zur Förderung der heimischen Artenvielfalt
Mit mehreren Projekten und Broschüren will der Main-Taunus-Kreis die heimische Artenvielfalt fördern. ©MTK

Mit mehreren Projekten will der Main-Taunus-Kreis die heimische Artenvielfalt fördern. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, verschenkt der Kreis Samentütchen an Gartenbesitzer. Außerdem werden in der Parkanlage am Landratsamt eine neue Blumenwiese angelegt und die Pflege weiterer Bereiche umgestellt. „Der Main-Taunus-Kreis blüht auf“, fasst die Umweltdezernentin zusammen. In einem Faltblatt informiert der Kreis über Einzelheiten.

In den insgesamt 5.000 kleinen Tütchen, die der Kreis zur Verfügung stellt, steckt ein Mix aus heimischen Arten, die sich besonders für besonnte Ränder von Gärten, zum Beispiel an Hecken oder Zäunen eignen. Sie können Overdick zufolge als Lebensraum für zahlreiche Tierarten dienen. Die Samenmenge reiche etwa für einen Quadratmeter – das sei also eine Anregung, mit selbstgekauften Samen weiterzumachen. Damit werde ein stückweit dem „dramatischen Artenrückgang“ entgegengewirkt, der in Städten, aber auch in der freien Natur beobachtet wird.

Mit seinem Park am Landratsamt will der Kreis nach Overdicks Worten mit gutem Beispiel vorangehen. Auf der neuen Blumenwiese würden demnächst heimische Blumen und Gräser eingesät, die allerdings eine längere Zeit zur vollen Entwicklung brauchten. Den Anfang machen im ersten Jahr Klatschmohn und Kornblume, vom zweiten Jahr an blühen Margerite und Glockenblume, später kommen Arten wie Bocksbart und Flockenblume dazu.

Zudem sollen mehrere Wiesen am Landratsamt nur noch zwei- bis dreimal im Jahr gemäht werden. Dadurch könnten Blumen erblühen, die Schmetterlingen, Bienen und anderen schützenswerten Arten als Nahrungsquelle und Rückzugsräume dienten. Teile der Wiesen blieben mit verblühten Pflanzen stehen, um Tieren auch in der kalten Jahreszeit Schutz und Nahrung zu bieten.

Overdick wünscht sich, das „solche Oasen der Vielfalt in Privatgärten viele Nachahmer finden.“ Schon der Verzicht „auf die wöchentliche Rasenmäherfahrt am Rand von Gärten“ fördere im Kleinen die Artenvielfalt. Am besten blieben auch einige Gräser und Pflanzen nach der Blüte stehen, bis sich Samen entwickeln, die anschließend wieder als Futter dienen. Artenschutz sei zwar „nicht immer für jeden ästhetisch“; aber dafür könne sich der Gartenbesitzer im Frühjahr wieder über Schmetterlinge freuen. Mit diesem Saatgut könne jeder dazu einen kleinen Beitrag im eigenen Garten leisten.

Die Samentütchen sind ab sofort im Main-Taunus-Kundenservice im Landratsamt erhältlich, außerdem verteilt der Kreis sie bei passenden Veranstaltungen. Einen Flyer zum Thema gibt es ebenfalls im Landratsamt. Er steht auch zum Download unter www.mtk.org/blumenwiese bereit.

Quelle: MTK