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Jahrbücher
Jahrbücher des Rheingau-Taunus-Kreises. Am 7. November 2018 wird das Jahrbuch 2019 vorgestellt. ©Alexander Stahr

Über Europa haben sich in den vergangenen Jahren einige dicke, schwarze Wolken zusammengebraut. Brexit-Verhandlungen mit „hartem oder weichem“ Austritt Englands aus der EU, Finanzkrise und die Haltung der 28 EU-Mitgliedsstaaten zur Flüchtlingsthematik sind nur drei von mehreren Schlagworten, die tagtäglich und oftmals mit ganz unterschiedlichen „Wasserstandsmeldungen“ durch die Medien schwirren. Da ist eine vielfach spürbare, negative Stimmung gegenüber der EU, dem europäischen Gedanken und damit dem Zusammenschluss der Länder Europas, programmiert.

Und nun steht Ende Mai 2019 die Wahl zum Europäischen Parlament mit einem ungewissen Ausgang an: Gewinnen die Europa-Skeptiker oder die Europa-Befürworter? Haben Europa und die EU noch eine Zukunft? Was hat Europa mit dem Rheingau-Taunus-Kreis zu tun?

Es sind diese zwei Fragen, die sich die Mitglieder der Redaktionskonferenz stellten, um anschließend zu recherchieren. „Wie viel Europa ist in unserem Kreis vorhanden?“, fragt Landrat Frank Kilian und weist auf das Jahrbuch des Rheingau-Taunus-Kreises 2019 mit dem Schwerpunktthema „Mitten in Europa“ hin, das Antworten anbietet. „Ich bin begeistert und gleichzeitig erstaunt über die Vielfalt der Artikel“, berichtet Landrat Frank Kilian, der gleichzeitig alle Interessierten dazu einlädt, sich von der Bandbreite der Texte während der Präsentation des Jahrbuches selbst zu überzeugen.

Diese Jahrbuchpräsentation findet in der Cafeteria des Kreishauses in Bad Schwalbach, Heimbacher Straße 7, am Mittwoch, 7. November 2018, 17.00 Uhr, statt. Kilian: „Wir wollen Anstöße geben, um über Europa und die EU nachzudenken, um auch wieder die Vorteile in den Fokus zu nehmen, und wir stellen Verbindungen zwischen unserem Kreis und Brüssel, Luxemburg bzw. Straßburg her.“ Der Redaktionskonferenz geht es darum, Diskussionen in Familien, in den Schulen, in Betrieben, allgemein unter den Menschen im Kreis auszulösen. „Grenzkontrollen, wenn wir ins benachbarten Ausland fahren, kennt die jüngere Generation nicht mehr. Auch der Geldwechsel gehört seit Einführung des Euros in vielen Ländern der Vergangenheit an“, zählt der Landrat auf.

Im Kreisgebiet bekennen sich viele Einrichtungen und Institutionen zu Europa, sprechen sogar – wie die Firma Dittmann – davon, dass „Europa das tägliche Geschäft ist“. Absatzmärkte für die eigenen Produkte sowie Verbindungen zu Handelspartnern in europäischen Ländern gehören heute zum Alltag. Der Fachkräftemangel in Deutschland lässt Firmen neue Wege gehen. Die dringend benötigten, neuen Mitarbeiter werden mittlerweile in den EU-Ländern gesucht. „Unsere kommunalen Partnerschaften sorgen für Verständigung, Freundschaft und auch Frieden in Europa“, sagt der Landrat. Die Autoren weisen aber beispielsweise auch auf die Auswirkungen der Entscheidungen der EU auf das Leben im Kreis hin. „Der Redaktionskonferenz ist bewusst, dass sie ein ‚heißes Eisen‘ mit diesem Schwerpunktthema anfasst. Das ist uns bewusst, und darin verbirgt sich aber eine Chance: Europa wieder in seiner Komplexität wahrzunehmen und darüber nachzudenken, ob wir nicht doch alle Europäer sind“, so Kilian.

Im allgemeinen Teil des Jahrbuches wird unter anderem dem Schneidermeister Friedrich Georg Göthé gedacht, geht Rolf Faber auf die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren ein wirft Helga Simon Blicke auf die Rathäuser von Eltville. Aber auch die Aktualität hat ihren Platz im neuen Jahrbuch 2019; so etwa die Diskussion über die City-Bahn, den Breitbandausbau und die Krankenhaus-Landschaft. Die Chroniken der 17 Städte und Gemeinden des Rheingau-Taunus-Kreises runden das Leseangebot ab.

Quelle: Rheingau-Taunus-Kreis