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Mountainbiker
Mountainbiker im Wald. ©Gemeinfrei

Hessen Forst wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Stadt Hofheim verbotenerweise errichtete Rampen für Mountainbikes im Hofheimer Stadtwald entfernen.

Grund ist die fehlende Verkehrssicherung der Rampen und die damit verbundene Gefährdung für die Waldbesucher. „Wir haben Rampen an mehreren Stellen im Wald entdeckt“, sagt Revierförster Karlheinz Kollmannsberger. „Laut Waldgesetz ist das Fahren außerhalb der Waldwege verboten und das auch gute Gründe.“

Der Mountainbike-Verkehr im Hofheimer Wald hat zuletzt stark zugenommen. „E-Bikes liegen im Trend und die hohe Geschwindigkeit der elektrisch betriebenen Fahrräder birgt zusätzliche Risiken“, sagt Kollmannsberger. „Die Leidtragenden sind nicht zuletzt die Tiere im Wald“, gibt der Revierförster zu bedenken. Da die Mountainbiker vermehrt auch in den Abendstunden und nachts mit Scheinwerfern unterwegs sind, stören sie Tiere in ihren Lebensabläufen. „Aber auch tagsüber nimmt der zunehmende Verkehr außerhalb der Waldwege den Tieren ihren Rückzugsraum.“ Das erschwere Vögeln die Brut und anderen Tieren die Jungaufzucht. Auch die Vegetation wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, da die Radfahrer über kleine Bäume und Sträucher fahren und diese dabei zerstört würden. „Diese Entwicklung ist ein erheblicher Eingriff in den Naturhaushalt, der den Wald nachhaltig negativ verändert.“ In Hofheim gebe es außerdem die Besonderheit, dass archäologische Fundorte wie der Wall nahe der Bergkapelle in Mitleidenschaft gezogen würden.

In der Vergangenheit gab es seitens der Stadt Bemühungen, Rampen der Mountainbiker zu legalisieren, aber es hat sich kein Trägerverein gefunden. Dieser hätte die vorgeschriebene Verkehrssicherung übernehmen müssen.

Quelle: Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus